Feiern in Köln I

Wenn ich schonmal Zuhause bin, dann muss ich auch immer weggehen. Schnappe mir meine besten Freunde und auf gehts nach Köln. Es mag äußerlich schönere Städte geben, aber keine ist so symphatisch. Wenn es auch Ecken gibt, die man nur einmal sehen will. Doch dazu gleich mehr.

Diesmal sind wir nur zu Zweit. Einer war noch vom Vorabend knülle und ein anderer wollte aus irgendnem anderen Grund nicht mit, der mir grad nicht mehr einfällt. Also rein in den Zug und dann erstmal ins Cave. Eine typische Metal-Kneipe, voller Poster und Leuten in schwarzen Klamotten. Sehr angenehm. Nach zwei bis 23 Bier fangen wir an zu darten und ne Runde Kicker zu spielen. Das macht aber nur solange Spass, bis sich das unscheinbare Mädchen auf der anderen Seite als Kicker-Göttin entpuppt. Keine gewonnenen Spiele mehr, Schweinerei! Es ist aber auch schon so um halb 2 rum und Zeit sich nach was anderem umzusehen. Hier ist nämlich bald nix mehr los. Was anderes, das heisst möglichst in der Nähe und hat noch möglichst lange auf

Da bleibt nur das MTC auf der Zülpicher. Eine Keller-Bar/-Kneipe/-wasauchimmer. Eine hübsche Bedienung haben die und ich erkenne gleich die ein oder andere Nase aus dem Cave. Pogo tanzen und Bierchen trinken (der Sascha trinkt mehr als er tanzt, weshalb er bald auf Cola umsteigt). Oder auch mal ne halbe Stunde ruhig rumstehn und sich die Menge anschauen. Oder einfach nur lustiges sinnbefreites Zeug quatschen. Der Alkoholpegel lässt sich mit Bier prima in gewisse Bahnen lenken. Und die Mischung zwischen Punkrock, Metal, Alternative und Hardrock ist genau das richtige für den Moment. Das ist auch das schöne an Metallern, Punkern und Konsorten. Mögen sie auch auf Normalo- oder Ich-höre-eigentlich-alles-Menschen abschreckend wirken, so sind sie doch geselliger und freundlicher als jeder Hiphopper den ich bis jetzt kennenlernte. Ich-höre-eigentlich-alles-Menschen hören nach eigener Aussage aber auch Florian Silbereisen und Tokio Hotel. Ich finde, die sollten sich dazwischen mal irgendwo festlegen. Sie haben doch immer irgendwelche Songs, die sie lieber mögen als andere.

Zurück zum Thema: Irgendwann leert sich das MTC merklich. Ich werde von einem Mädel auf der Tanzfläche angequatscht. Was ich denn so mache? – „Bier trinken.“ – Nein, was ich sonst so mache? „Tanzen.“ Nein, was ich in meinem Leben mache? – „Ist doch nicht so wichtig.“ Ich erzähle irgendwas. Die Tante geht mir ja jetzt schon auf den Keks. Aber sie bringt mich auf eine Idee, weil sie fragt ob ich noch in den „Venus-Keller“ gehen will. Der Venus-Keller ist so eine Art Absacker-Kneipe. Nur schlimmer, die haben glaub ich noch bis 9:00 Uhr morgens auf. Jedenfalls wollte ich da schon immer mal gewesen sein, nur um es mal gesehen zu haben. Ich bin ja ein neugieriger Mensch. Ich kümmere mich nicht länger um die Tante und wir beschließen, da mal reinzugehn.

Das war aber gar nicht so einfach. Kommt man nämlich im Venus-Keller die Treppe runter, erwartet einen dort neben stickiger Luft (die immerhin von einem Hochgeschwindigkeitsdeckenventilator umhergewirbelt wird) teures Bier, totale Enge, Partysound aus krächzenden Boxen und die Tante die ich mir eben schon nicht schön saufen konnte. Wir bleiben auch nur auf 2 Bier in ebendieser Ecke, die man nicht unbedingt ein zweites Mal sehen muss. Draußen erwartet uns grelles Licht. Wahh! Es ist Tag! Verdammt, ich brauche eine Sonnenbrille. Hab ich aber nicht und darum muss es auch so gehen.

Eine insgesamt sehr berauschende Nacht, so dass wir – nach dem Stopp beim Fastfoodverticker unserer Wahl – im Zug einschlafen und eine Station zu weit fahren. Ich erinnere mich noch, wie ich ungläubig vor dem Fahrplan stehe und mich frage, warum zur Hölle wir denn jetzt in die andere Richtung fahren müssen. Trotzdem kamen wir noch gut Zuhause an, es war etwa 9:15 als ich glücklich ins Bett fiel.

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Eine Antwort to “Feiern in Köln I”

  1. Du erinnerst dich daran, wie du vor dem Fahrplan gestanden und dich gefragt hast, warum wir in die andere Richting fahren???
    ICH erinnere mich daran, dass ich dem Meinhard gesagt hab, dass wir die Station verschlafen haben und DU dich ganz ungläubig von der Rückbank gemeldet hast: „Was!? Wir sind ne Station zu weit gefahren?!“ :-D
    Da freut man sich doch schon aufs nächste mal!

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