Archive for the Leben Category

Auf zu neuen Welten

Posted in Homepage, Leben on 25. März 2009 by zaubaer

„Stillstand ist der Tod, geh voran, bleibt alles anders“ (Herbert Grönemeyer)

Ich scheine ja ein Mensch zu sein, der in der Veränderung lebt. Die Städte kommen und gehen, ich bin viel unterwegs und vieles ändert sich. Manchmal nur Kleinigkeiten und nach Monaten fällt mir auf, dass etwas anders ist. Es gibt auch viele mittelgroße Veränderungen, an die ich mich meistens recht schnell gewöhne. Und dann gibt es da noch solche Umbrüche, die wirklich einiges ändern. Ab und an ist es die Liebe, aber sie scheint mich zur Zeit nicht sehr zu mögen.

Diese Umbrüche ziehen meistens noch weitere Veränderungen nach sich. Wenn sich schonmal was Großes ändert, kann man doch gleich die Gelegenheit nutzen und ein bisschen entrümpeln. Und das will ich tun.

Genug nun des philosophierens. Schließlich hab ich nicht sowas wie Philosophie studiert. Fertig mit dem Studium bin ich trotzdem und damit verlasse ich auch München, wo ich in den letzten dreieinhalb Jahren gewohnt, studiert und gefeiert habe. Erstmal geht es ein paar Monate wieder nach Köln (worüber ich garnicht traurig bin).

Schluss mit dem Studentenleben! Auf zum arbeitenden Volk! Aber schön wars doch, so in den Tag hinein leben zu können, eine gute Mischung aus Party und Studium zu finden. Eine wundervolle Zeit.

Was ändert sich noch? – Hier auf der Seite wird sich etwas ändern. Aber was, verrat ich noch nicht. Ich muss jetzt nochmal eben die letzten Tage genießen :)

Berlin

Posted in Leben, Web on 29. Januar 2009 by zaubaer

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und das Angenehme mit dem Interessanten verbinden. Das hab ich Anfang April vor, wenn ich nach Berlin fahre. Und da ich zu der Zeit sowieso Urlaub machen wollte, passt das ganz gut. Zum einen ist in Berlin die Re:publica (ich werde dann von dort bloggen) und zum anderen freue ich mich, Bekannte wiederzutreffen und einige virtuelle Bekanntschaften in Reale umzuwandeln ;).

Ach ja, und das Feiern soll natürlich auch nicht zu kurz kommen. Ist alles schon in Planung :)

Im Moment hab ich aber erstmal noch einiges zu tun. Bis dahin also!

Geilste Aufgabenstellung ever

Posted in Leben, lol on 9. Januar 2009 by zaubaer

„Ihr Traum ist es mit Ihrem Dreier-BMW über die Leopoldstraße mit 200kmh zu brettern. Nehmen Sie an es gibt keine Straßenverkehrsordnung, nur die Café-Besitzer würden entscheiden ob Sie das machen dürfen oder nicht. Wie viel wären Sie bereit für Ihren Traum zu bezahlen? Glauben Sie, dass das die gesunkenen Einnahmen der Café-Besitzer (durch Lärm/Abgasbelastung) kompensieren könnte? […]“

Na, wieviel wärest Du zu zahlen bereit?

Feiern zwischen den Tagen

Posted in Leben on 6. Januar 2009 by zaubaer

Mit „zwischen den Tagen“ bezeichnet man üblicherweise die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, jene Zeit, in der viele meines Alters mal Zuhause bei ihren Eltern vorbeischauen (ganz biblisch, als gäbe es eine Volkszählung), viele Menschen Urlaub haben und Schwimmbäder dicht sind. Auch ich machte mich auf zu dem Ort, den ich meine Heimat nenne und der sich im angenehmen Dunstkreis Kölns befindet. Nicht nur wegen der Familie, sondern vielmehr um alte Freunde wiederzusehen und natürlich zu feiern.

Jeden einzelnen der Abende aufzuzählen, an denen ich unterwegs war sprengte hier allerdings den Rahmen. Nein, nein. Aber es war zum Großteil klasse, deshalb will ich hier eine kleine Zusammenfassung geben:

  • Schwesterlein und Sascha eingepackt – helle nervige, weibliche Stimme (Cave) – Abrocken (MTC) – auf dem Heimweg wieder umkehren und weiterfeiern bis Ultimo (Roonburg) – das war der Freitag vor Weihnachten in Köln.
  • Spät an der Hütte ankommen, freudige Begrüssung – Neuigkeiten mit Freunden austauschen – tanzen à la 3 Tenöre – weitertanzen auf engem Raum – Jemand verbrennt sich am Ofen und kühlt die Stelle mit einem eisernen Vorschlaghammerkopf – schlafen von 3 bis 5 Uhr – das war der 23. an der Pfingsthütte.
  • Ein wenig Wärme durch den Heizpilz, später mehr durch das Feuer – alte Freunde und neue Gesichter – Irish Coffee und Bier bis zum Abwinken – um 4 Uhr 800m Heimweg – das war der Irish Coffee-Abend beim Sascha.
  • Raclette im Partykeller – kaum ein ernsthaftes Gespräch (Mann, war das klasse!) – um Mitternacht böllern auf der Straße – Leute, die Fleischsaft trinken (unwissentlich … chrchrchr) – Titellieder alter Zeichentrickserien erraten (und laut mitsingen) – um halb 9 Uhr morgens zu zweit das letzte Bier leeren – na, was war das wohl? Genau, Silvester und zwar beim Jens.

Es war, als wäre ich nie weggewesen. Als hätte ich die Freunde nie zum Studieren in München zurückgelassen. Gleichzeitig leben, als würde man sich nie wieder sehen. Eine ehrliche Freundlichkeit, die in dem Menschen liegt und die es so nur im Rheinland gibt. Ich möchte noch mehr darüber schreiben, vielleicht später einmal.

Feiern in München IV

Posted in Leben on 16. Dezember 2008 by zaubaer

Da ich am Vorabend bei einer Geburtstagsfeier in der Schandgeige schon genug für 2 Abende getrunken hatte, fahre ich am Samstag also mit dem Auto zum Kunstpark. Da sonst keiner mit will, zieh ich mit Dani alleine los. Nach einer – zugegebenermaßen – etwas umständlichen  Parkplatzsuche in der Nähe des Ostbahnhofs sind wir auch so gegen 12 Uhr da.

Erstes Ziel: Der Titty Twister. Das ist eine kleine, aber feine Bar ganz im Stil des gleichnamigen Ladens aus dem Film „From Dusk Till Dawn“. Hier läuft Metal und Hardrock, also ganz mein Geschmack. Zudem ist es nicht ganz eine Bar wie jede andere. Nach dem seltsamen Blick des Türstehers und der ausweichenden Antwort auf die Frage, warum ich denn Danis Eintritt nicht mitbezahle (ich Unhold aber auch!) betreten wir den Laden. Er ist voll. Sogar so voll, dass kaum noch Platz zum Pogen ist. Es sind eben mal wieder ein paar Junggesellenabschiede unterwegs. Dani und ich drängen uns erstmal zur Bar, um den Tequilagutschein vom Eingang einzulösen und gleich was zu trinken zu bestellen. Aus meinem „Die zwei Tequila, ein Wodka-Bull und eine Cola“ macht der Barmann zwei Tequila, einen Wodka-Bull und einen Wodka-Cola. Schön, gut dann trink ich den halt. Schließlich fahr ich erst in ein paar Stunden. Wir suchen uns ein Plätzchen mit weniger Durchgangsverkehr und erfreuen uns an der Musik. Das ist das Schöne an solchen Läden, die Leute kommen hierher, weil sie die Musik mögen und man sieht selten ein unzufriedenes Gesicht. Eine nette Atmosphäre. Bis zu dem Punkt, an dem die Stripperin auf die Bar steigt und anfängt zu Tanzen. Dann werden Angetrunkene schonmal etwas rücksichtslos, um mehr davon zu sehen. „Halb so wild,“ denk ich mir, „schließlich sind wir hier unter Metallern.“ Die sind nämlich meistens ganz freundlich. Eine seltsame Ausnahme bildet der langhaarige Typ Mitte 30, den die Musik mehr zu beeindrucken scheint als die Stripperin und der das bewegungsintensiv kundtut.

Neben der Stripperin, die hier etwa zweimal am Samstag Abend auftaucht, passiert samstags im Titty Twister noch etwas anderes, auf das sich vor allem Dani freut: Tequila-Runden. An den zwei Bars steigen die Barkeeperin und der Barkeeper auf den Tresen und gießen den lechzenden Gästen Tequila in den Mund. Dazu läuft – klassisch – der Tequila-Song. Danach merke ich schon, wie Dani langsam unruhig wird. Es ist immernoch proppenvoll hier und sie möchte ja noch ins Willenlos. Eine etwas ungewöhnliche Helligkeit reißt mich aus meinen Gedanken. Ich drehe mich um und sehe den Barmann hinter der anderen Bar Feuer spucken. Sieht natürlich cool aus, vor allem als er versehentlich Teile der Einrichtung in Brand setzt. Aber es ist einfach passend, als die aufgehängten Plastiktotenköpfe an der Decke anfangen, von Innen zu brennen. Wir trinken noch eine Cola und machen uns dann auf den Weg. Der Frage des Türstehers, warum wir schon gehen, kann ich wieder nur mit einem Schulterzucken beantworten. Ich mag den Laden.

Das Willenlos. Darüber berichtete ich ja schon einmal. Nun ist es ja nicht so, dass ich dort immer nüchtern bin. Dieses Mal wär ich es gerne nicht gewesen. Viel junges Gemüse ist an diesem Abend dort, die Hälfte der Musik mag ich nicht, da hätt ich doch gerne zwei bis vierundreißig Bier. Die alkoholfreien Cocktails decken sicher noch den morgigen Tagesbedarf an Vitaminen. Nicht viele ansprechende Frauen sind heute da. Und wenn selbst Dani sagt, dass bei einem Mädchen (enges, die Rettungsringe betonendes Top, betrunken) schon alles zu spät ist, dann muss da doch was dran sein. Dennoch halte ich es eine ganze Weile lang aus, war ich doch früher mal fast jede Woche hier.  Als aber Lieder kommen wie „Krawall und Remmidemmi“ oder „Drei Tage wach“, hört es langsam auf. Das letzte Mal, als die hier liefen, bin ich in den Titty Twister geflüchtet. Aber Dani sieht nicht danach aus, als wollte sie da heute nochmal rein. Sehr schade. Einige Minuten später gehen wir dann.

Nächstes Mal trink ich wieder was. Oder bleibe im Titty Twister. Oder besser beides! ;)

Back in Black Teil 2

Posted in Homepage, Leben on 16. Dezember 2008 by zaubaer

Nun ist es ja schon eine geraume Weile her, dass ich hier wieder etwas Aktivität ankündigte. Da kam mir nur einiges dazwischen. Sei es der chronische Zeitmangel oder die Schreibunlust, irgendwie hab ich’s nicht geschafft. Das soll sich jetzt ändern. Schließlich gib es wieder etwas zu erzählen. Das ist nämlich noch so ein Punkt, der mich vom Schreiben abgehalten hat: War ich mal feiern, passierte entweder nichts aufregendes oder es wäre ohne ausführliche Details zu den Personen nicht schreibenswert gewesen. Und ich möchte hier natürlich niemanden bloßstellen.

Da ich zwischen den Tagen in Köln sein werde, alte Freunde besuchen und mit ihnen feiern gehen werde, wird es da auch bestimmt neuen Stoff geben.

Bis dahin!

Back in Black!

Posted in Leben on 28. Juli 2008 by zaubaer

Wie einst AC/DC tauche ich nun aus der Versenkung auf. Fertig ist die Diplomarbeit! ICQ auf online! Twitter an! Skype! Blogs lesen! … Nein. Zuallererst und vor allen Dingen mal gar nichts tun. Dann ein Bierchen. Und laute Musik. Das ist wichtig. Ihr findet mich am Badesee. Und wenn ich nicht hier bin, dann bin ich aufm Sonnendeck. Oder am Radar. [Ich ärgere grade die Nachbarn mit dem Lied ;)]

Ab jetzt bin ich auf jeden Fall wieder öfters zu lesen. Auch in Twitter. Und danke all denen, die mich dort nicht verlassen haben. Jetzt hab ich noch immer Blut im Kaffee. Das werde ich in den folgenden Stunden durch Bier austauschen. Leckeres, kühles Bier. Und dann gibts bald auch wieder Geschichten vom Feiern, versprochen!

Abwesenheitsnotiz

Posted in Leben, Web on 19. Juni 2008 by zaubaer

Nun geht es los! Die heiße Phase meiner Diplomarbeit. Wie schon in den letzten Wochen werde ich auch die nächsten 3-4 Wochen kaum Zeit finden, aktiv zu bloggen. Mein Twitter-Account leidet auch schon unter meiner Abwesenheit, aber es gibt eben im Moment wichtigere Dinge.

Aber keine Angst, ihr Leser. Ich werde danach weiterbloggen, weitertwittern und wieder ansprechbar sein. Habt ein wenig Geduld.

Bis dahin.

Pfingsthütte 2008

Posted in Leben on 16. Mai 2008 by zaubaer

Wahnsinn, was für ein Wetter! Ich bin so rot im Gesicht von Montag Nachmittag. „drei kühe und nen wald verfeuern aber keinen lichtschutz“ sagt B.

feuer

Das war aber auch klasse! Viele coole Leute, ne Menge Spass und viel Alkohol. Dazu noch Wetter wie auf den Malediven. Das haben aber wohl alle mitbekommen, die nicht den Fehler gemacht haben, Deutschland über Pfingsten zu verlassen. Festival-Feeling, abends ums Feuer sitzen, nachts ums Feuer sitzen, morgens ums Feuer sitzen. Mal ein bis 3 Stunden auf einem der Sofas schlafen, ab und zu zum Duschen nach Hause. Etwa 15 Stamm-Leute und abends immer eine Menge Freunde und Besucher. Lustige Szenen mit Betrunkenen, aber keiner verletzt sich ernsthaft. Unkraut vergeht eben nicht. Zu jeder Tages- und Nachtzeit grillen, wenn man Hunger hat. Oder Rührei über der Glut machen. Sich darüber amüsieren, dass alle CD’s innerhalb von 5 Stunden in der Hütte mit Bier überschüttet und zerkratzt sind oder dass seit 3 Stunden dieselbe CD läuft und sie dann endlich austauschen.

tag

Das ist Pfingsten auf der Pfingsthütte. Hab ich was vergessen? Bestimmt. Ich freue mich auf das nächste Mal :D

nacht

Dies und Das

Posted in Leben on 7. Mai 2008 by zaubaer

Oh, der letzte Eintrag ist ja schon was länger her, da muss etwas passieren. Und ein Impressung brauche ich auch noch … mal sehn wo ich mir eins klaue. Zwar bin ich zur Zeit vielbeschäftigt mit meiner Diplomarbeit, aber so ein bisschen Zeit bleibt auch. Zumal ich grade den Lehrstuhl nicht erreiche. schneyra nannte es schon einen Leerstuhl ;)

Ich hoffe, das Wetter hält sich noch bis nach Pfingsten, sonst wird das Wochenende nur halb so schön. Am Wochenende bin ich nämlich Zuhause. 4 Tage feiern auf der Pfingsthütte! Und das sieht so aus:

Da feiern wir nun schon seit Jahren jedes Jahr an Pfingsten von Samstag bis Montag durch (ok, zwischendurch mal Zuhause Duschen). Ein riesen Spass wird das. Ok, und es wird ziemlich alkoholisch. Hier an der Strichliste zu sehen (1 Strich = etwa 0,5l). Ein lockeres Zusammensein, ohne Verein, Verpflichtungen. Alles freiwillig und dementsprechend regiert die Anarchie auch ein bisschen. Probleme gab’s aber noch nie.

Natürlich werde ich nächste Woche darüber berichten und ich freue mich jetzt schon auf die irren Fotos :)

Edit: Nein, wir sind nicht alle Punks. Ein paar Dorfkinder, ein paar Städter und einige, die einfach daran Spass haben, mal etwas anders zu feiern.

Feiern in Köln I

Posted in Leben on 22. April 2008 by zaubaer

Wenn ich schonmal Zuhause bin, dann muss ich auch immer weggehen. Schnappe mir meine besten Freunde und auf gehts nach Köln. Es mag äußerlich schönere Städte geben, aber keine ist so symphatisch. Wenn es auch Ecken gibt, die man nur einmal sehen will. Doch dazu gleich mehr.

Diesmal sind wir nur zu Zweit. Einer war noch vom Vorabend knülle und ein anderer wollte aus irgendnem anderen Grund nicht mit, der mir grad nicht mehr einfällt. Also rein in den Zug und dann erstmal ins Cave. Eine typische Metal-Kneipe, voller Poster und Leuten in schwarzen Klamotten. Sehr angenehm. Nach zwei bis 23 Bier fangen wir an zu darten und ne Runde Kicker zu spielen. Das macht aber nur solange Spass, bis sich das unscheinbare Mädchen auf der anderen Seite als Kicker-Göttin entpuppt. Keine gewonnenen Spiele mehr, Schweinerei! Es ist aber auch schon so um halb 2 rum und Zeit sich nach was anderem umzusehen. Hier ist nämlich bald nix mehr los. Was anderes, das heisst möglichst in der Nähe und hat noch möglichst lange auf

Da bleibt nur das MTC auf der Zülpicher. Eine Keller-Bar/-Kneipe/-wasauchimmer. Eine hübsche Bedienung haben die und ich erkenne gleich die ein oder andere Nase aus dem Cave. Pogo tanzen und Bierchen trinken (der Sascha trinkt mehr als er tanzt, weshalb er bald auf Cola umsteigt). Oder auch mal ne halbe Stunde ruhig rumstehn und sich die Menge anschauen. Oder einfach nur lustiges sinnbefreites Zeug quatschen. Der Alkoholpegel lässt sich mit Bier prima in gewisse Bahnen lenken. Und die Mischung zwischen Punkrock, Metal, Alternative und Hardrock ist genau das richtige für den Moment. Das ist auch das schöne an Metallern, Punkern und Konsorten. Mögen sie auch auf Normalo- oder Ich-höre-eigentlich-alles-Menschen abschreckend wirken, so sind sie doch geselliger und freundlicher als jeder Hiphopper den ich bis jetzt kennenlernte. Ich-höre-eigentlich-alles-Menschen hören nach eigener Aussage aber auch Florian Silbereisen und Tokio Hotel. Ich finde, die sollten sich dazwischen mal irgendwo festlegen. Sie haben doch immer irgendwelche Songs, die sie lieber mögen als andere.

Zurück zum Thema: Irgendwann leert sich das MTC merklich. Ich werde von einem Mädel auf der Tanzfläche angequatscht. Was ich denn so mache? – „Bier trinken.“ – Nein, was ich sonst so mache? „Tanzen.“ Nein, was ich in meinem Leben mache? – „Ist doch nicht so wichtig.“ Ich erzähle irgendwas. Die Tante geht mir ja jetzt schon auf den Keks. Aber sie bringt mich auf eine Idee, weil sie fragt ob ich noch in den „Venus-Keller“ gehen will. Der Venus-Keller ist so eine Art Absacker-Kneipe. Nur schlimmer, die haben glaub ich noch bis 9:00 Uhr morgens auf. Jedenfalls wollte ich da schon immer mal gewesen sein, nur um es mal gesehen zu haben. Ich bin ja ein neugieriger Mensch. Ich kümmere mich nicht länger um die Tante und wir beschließen, da mal reinzugehn.

Das war aber gar nicht so einfach. Kommt man nämlich im Venus-Keller die Treppe runter, erwartet einen dort neben stickiger Luft (die immerhin von einem Hochgeschwindigkeitsdeckenventilator umhergewirbelt wird) teures Bier, totale Enge, Partysound aus krächzenden Boxen und die Tante die ich mir eben schon nicht schön saufen konnte. Wir bleiben auch nur auf 2 Bier in ebendieser Ecke, die man nicht unbedingt ein zweites Mal sehen muss. Draußen erwartet uns grelles Licht. Wahh! Es ist Tag! Verdammt, ich brauche eine Sonnenbrille. Hab ich aber nicht und darum muss es auch so gehen.

Eine insgesamt sehr berauschende Nacht, so dass wir – nach dem Stopp beim Fastfoodverticker unserer Wahl – im Zug einschlafen und eine Station zu weit fahren. Ich erinnere mich noch, wie ich ungläubig vor dem Fahrplan stehe und mich frage, warum zur Hölle wir denn jetzt in die andere Richtung fahren müssen. Trotzdem kamen wir noch gut Zuhause an, es war etwa 9:15 als ich glücklich ins Bett fiel.

Notizen III

Posted in Leben, Web on 14. April 2008 by zaubaer

Trotz wenig Schlaf und frühem Aufstehen war ich heute recht fit. Also sammelt sich einiges:

  • Am Freitag hatte ich mich spontan entschlossen, mich mit OrangeFy in der Altstadt zu treffen und einen netten Abend im Zerwirk zu verbringen, wobei der DJ einen wenig netten Musikgeschmack hatte. Interessant ist allerdings, dass sich das ganze innerhalb von 20 Minuten über Twitter angebahnt hat. Und dass ich von der lustigen Runde empfangen wurde mit: „Hey, Du bist also der Internetmensch. Dafür siehst du aber ganz gut aus, gar nicht so wie man sich das vorstellt.“
  • Grade eben bei Josh Harrow entdeckt: Teste deine Tippgeschwindigkeit. Gabs zwar schonmal, ist aber immer wieder nett. Hier mein erster Versuch mit meinem selbst angeeigneten 8-Finger-System. Das sind 383 Zeichen pro Minute, ist das gut?:
  • Ein Kommilitone von mir wird eine Diplomarbeit über Awareness in Social Networking Services schreiben, in der Twitter eine interessante Rolle spielen dürfte. Mehr dazu dann demnächst.
  • Dürfen Rechtsradikale ihre Wäsche auf links waschen?
  • Ich würd ja gern noch mehr schreiben, aber meine Kreativität macht grad Pause und ich hab auch so wenig Zeit.

Edit: Ich komme inzwischen auf 69 Wörter/Min und 419 Anschläge^^

Feiern in München III – Dekadenz

Posted in Leben on 8. April 2008 by zaubaer

Dekadenz (v. frz.: décadence; < lat.: de- ab, cadere fallen) beschreibt einen kulturellen Niedergang. Der Begriff setzt voraus, dass es objektiv bessere oder wünschenswertere gesellschaftlich-kulturelle Zustände gebe. Im modernen Sprachgebrauch wird der Begriff Dekadenz überwiegend gleichgesetzt mit Verschwendung oder Übermaß im Sinne eines sozial schädlichen Abweichens von einer natürlichen und allgemein üblichen Lebensform. (Quelle)

München im kulturellen Niedergang? Jeder Münchner würde so einer Aussage widersprechen. Die Menschen dieser „schönen Stadt“ sehen aber von außen betrachtet etwas anders aus, als sie sich sehen. Wie sich ein Besucher in Köln über Offenheit und rheinländische Frohnatur wundern mag, wundert sich der Besucher in München über Arroganz, das Gefühl, sich doch in einem Bauerndorf zu befinden und nicht zuletzt das sozial schädliche Übermaß. Die Schönen und Reichen kümmern sich eben nicht um die sozial Schwachen. Das hat ein bisschen was von Lehnherrschaft. Wer nichts hat, kriegt auch nichts – keine Arme, keine Kekse.

Nun aber endlich zu dem Abend, am Donnerstag letzter Woche. Marc hatte mich gefragt, ob ich nicht mit einigen Kommilitonen ins Max&Moritz kommen wolle. Nicht mein Fall, normalerweise. Aber da wir zu Mehreren waren, versprach es trotzdem ein guter Abend zu werden und den Eintritt gabs durch ausgedruckte Gutscheine auch umsonst.

Tja das Max&Moritz ist schon ein prima Schuppen. Die haben echt einiges aus dem Keller rausgeholt, sieht super aus. Die Getränke sind für München auch relativ billig. Erst in Richtung Garderobe erkennt man den alten Keller. Tja sonst ist mir hauptsächlich die Musik aufgefallen. Nahezu nur Hiphop und RNB. Tut mir Leid, aber auch wenn ich in der Lage bin, meinen Körper dazu ein bisschen zu bewegen: aber das ist doch keine schöne Musik. Sowas wie „Bettina, pack deine Brüste ein!“ oder „Krawall und Remmidemmi“ haben wir doch früher als 15jährige aus Spass auf Tapes aufgenommen und mit dem Mund die Musikgeräusche nachgeahmt.

Zum Glück hatten wir geplant, nach grob 2 Stunden nebenan in die 089-Bar (und das zugehörige Pacha) zu gehen. Ab 6 Leuten wird es aber schwierig, alle gleichzeitig zu etwas zu bewegen. So dauerte es auch einige Zeit (und 2 Leute gingen glaub ich verloren) bis alle drüben in der 089-Bar waren. Immerhin war hier die Musik abwechslungsreicher. Außerdem kann es natürlich nicht sein, dass in einem der nobelsten Clubs Münchens totales Rauchverbot ist und die Reichen es sich nicht erlauben können, auch drinnen zu Rauchen. Also gibts da so ne Art beheiztem Vorraum mit Bar, wo man rauchen darf.

Interessant waren auch die Menschen in diesem Club. Nachdem ich irgendwann mit einem Bier von der Bar wiederkam, wurde ich empfangen mit „Hey du standest grade neben Bushido!“ … – „Wer isn das?“ … – „Na, der Typ da hinten!“ – „Hm ok. *schulterzuck*“ … Ich hätte den Kerl nichtmal erkannt, wenn er mir was vorgerappt hätte. Das sind Leute mit denen ich nun wirklich nichts zu tun haben brauche. Genau wie mit diesem Michael Amman (oder so ähnlich), mit dem sich alle Mädels fotografieren lassen wollten. Versteh ich nicht. Ne im Ernst, Leute, was macht ihr? Glaubt ihr, dass etwas von dem Glanz des Pseudo-Stars auf euch abfällt? Geht es euch danach besser? Was habt ihr davon? All das ist so oberflächlich, fassadenhaft. Aber lustig wäre ein Gespräch mit Bushido schon geworden. Ich als alter Metaller hätte ihm echt mal sagen wollen, er solle mal in die Schule gehen, bevor er wieder Texte schreibt. Eigentlich ist das, was er tut Verführung von Minderjährigen, Verführung zur Dummheit. Ob ihm das klar ist? Für die Leute die seine Musik hören, ist das Punk denke ich. Rebellion gegen eine vorgegebene Moral. Aber doch nicht dadurch, dass man Bildung ausschaltet!?

Irgendwann hab ich aber doch noch eine interessante Gesprächspartnerin gefunden und ohne irgendwelche weiteren Absichten haben wir uns einfach nur unterhalten. Das muss es halt auch mal geben. Die Feier ging dann auch irgendwann zuende, als die Züge in München wieder fuhren (es muss also nach 5 gewesen sein). Nach einem so alkoholischen Abend plagt einen aber auch immer der Heisshunger. Und kommt man dann an nem Macces vorbei, schlägt man sich nochmal den Ranzen voll. Ist bestimmt gut, nach all dem Bier (San Miguel ist als Bier übrigens nicht zu empfehlen … gibt Kopfschmerzen am nächsten Tag), vor allem für Leute die abnehmen wollen ;)

Es war Alles in Allem doch ein schöner Abend. Und er hat mich in der Ansicht bestärkt, dass ich nicht so gern in dekadente Clubs gehe, sondern lieber in solche, wo Leute mit zerrissenen Klamotten rumlaufen dürfen, die vielleicht auch nicht so viel in der Tasche haben. Die sind wenigstens noch sie selbst.

Klamotten

Posted in Leben on 31. März 2008 by zaubaer

Ich wurde gefragt:
– „Warum hast du in letzter Zeit immer schwarze Klamotten an?“

– „Wasn? Meine Hose ist dunkelblau und auf meinem Pulli sind so rot-gelbe Teile drauf…“

Es werde Licht

Posted in Leben on 30. März 2008 by zaubaer

Ich frage mich schon lange, wann der Moment kommt, an dem mich jemand auf der Straße anspricht „Hey Du bist doch der Zaubaer!“ Nicht dass ich mich nicht freuen würde, ich lerne gerne Menschen kennen, auch im realen Leben. Aber sowas ist noch nicht passiert. Schade eigentlich, denn ich bin echt gespannt, wer es sein wird und woher die Person mich kennt.

Diode Dann war da noch die Geschichte mit dem Feuerzeug. Eins, das ich irgendwo geschenkt bekam. Beim Bier öffnen ist gestern selbiges zersprungen. Nun habe ich ein halbes Feuerzeug und so eine Leuchtdiode, die darin war. Ich möchte damit irgendwas machen, sie irgendwo einbauen. Der Schalter ist nur ein flacher Kontakt an der Seite. So einfach, irgendwie freut mich das. Es gibt noch Sachen in der Welt, die ganz simpel sind. Batterie, Draht, Lampe :)